Pflanze der Woche

Passend zu den verschiedenen Jahreszeiten stellen wir Ihnen hier regelmäßig besonders lohnenswerte Gartenpflanzen – die Pflanze der Woche – aus dem HORTVS vor.

Im Regelfall sind diese Pflanzen auch in unserer Gärtnerei erhältlich (Direktverkauf, kein Versand). Vorbestellungen sind sinnvoll, da die von uns produzierten Stückzahlen begrenzt sind.

Pflanze der Woche

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Sporobolus heterolepis ‘HORTVS’ – Prärie-Tropfengras

Eine wunderbare Entdeckung unter den Ziergräsern: Sporobolus heterolepis ‘HORTVS’ stammt aus den nordamerikanischen Prärien und zaubert mit seiner außergewöhnlichen Leichtigkeit wunderschöne Bilder in den Garten. Aus frischgrünen, sehr fein strukturierten Horsten entwickeln sich im Sommer filigrane Halme mit schleierartigen Blütenständen. Am wohlsten fühlt sich das Prärie-Tropfengras an einem sonnigen Standort auf durchlässigen, eher trockenen bis frischen Böden. Einmal gut eingewachsen, ist es ausgesprochen robust, pflegeleicht und erstaunlich trockenheitsresistent. Besonders in größeren Gruppen kommt seine feine, fast schwebende Wirkung hervorragend zur Geltung. Eine besondere Überraschung ist der Duft der Blüten: Während sie zunächst angenehm süßlich duften, entwickelt sich später eine markante, an Koriander erinnernde Note. Im Herbst folgt ein weiterer Höhepunkt, wenn sich das feine Laub intensiv bernsteingolden bis orange verfärbt. Die filigranen Halme sorgen bis weit in den Winter hinein für Struktur im Beet. Die Sorte HORTVS ist eine lokale Selektion aus unserem Garten und wird ausschließlich hier vermehrt und angeboten.

Pflanze der Woche

KW 36

Cortaderia selloana `Sunningdale Silver` – Pampasgras `Sunningdale Silver`

Pampasgräser haben – vielleicht zu Recht – einen zweifelhaften Ruf: Altmodisch, spießig, nicht heimisch, in einigen Arten werden sie in Südeuropa (und bald auch hier?) als invasiv eingestuft. Früher galt die Winterhärte zudem als wenig ausreichend. Aber: Wie in fast jeder verschmähten Gattung gibt es Ausnahmen! Cortaderia selloana `Sunningdale Silver` ist eine „Must Have Plant“. Ich kenne kein anderes Großgras von solcher Eleganz und Leichtigkeit. Dabei hat es einen Gestaltungs-Impact, der nicht zu überbieten ist. (Halb-) Immergrün, extrem langlebig, frosthart, klimatauglich, wunderbar! Ein Statement, das in keinem größeren Garten fehlen darf! Obacht beim Kauf: Leider sind diverse unechte Typen auf dem Markt: Also nur in vertrauensvollen Staudengärtnereien kaufen!

Pflanze der Woche

KW 35

Chionochloa Rubra – Rotbraune Tussock-Segge

Es erstaunt mich immer wieder, dass es so viele höchst gartenwürdige Stauden gibt, die in nahezu keiner Gärtnerei angeboten werden. Die aus den Kurzgrassteppen der neuseeländischen Alpen stammende Chionochloa rubra zählt mit Sicherheit zu diesen selten zu findenden Gartenschätzen. Das völlig winterfeste Tussock-Gras vereint alle wünschenswerten Garteneigenschaften: Es ist unfassbar elegant, immergrün – oder besser gesagt immerrot, es treibt keine Ausläufer und versamt sich bei uns nicht. Trockenheit und Nässe werden gleichsam ertragen, und die Kombinationsmöglichkeiten sind schier unvorstellbar – dabei verlangt es nach keinerlei Pflege. Leider ist es sehr schwer zu vermehren, daher müssen die wenigen Gärtnereien, die es anbieten einen adäquaten Preis verlangen. – Ein Juwel, was in keinem klimatauglichen Garten fehlen darf.

Pflanze der Woche

KW 34

Hylotelephium telephium und Euphorbia – Große Fetthenne und Wolfsmilch

In dieser, erneut absurd trockenen Gartenwoche möchte ich ein Stauden-Duo vorstellen, welches uns in 20 HORTVS-Jahren niemals enttäuschte: Hylotelephium telephium kombiniert mit Euphorbia. Erstere ist vielen besser bekannt unter dem veralteten Gattungsnamen „Sedum“ die Zweite entstammt einer zirkumpolar vertretenen Gattung unterschiedlichster Stauden, Sukkulenten und Sträuchern. Die große Fetthenne ist ebenso heimisch, wie die Zypressenwolfsmilch (Euphorbia cyparissias) auf Bild 1. Die zweite Situation zeigt eine rotlaubige Auslese der Fetthenne mit der mediterranen Walzen-Wolfsmilch (Euphorbia myrsinites). Nicht nur die unfassbare Trockenheits- und Hitzeverträglichkeit beider Gattungen machen sie so wertvoll als Garten-Duo. Auch die unterschiedlichen Blütezeiten (Euphorbia = März-April, Hylotelephium = Juli-September) sind perfekt für eine dauerattraktive Gestaltung. Insekten fliegen auf beide Gewächse enorm!

Pflanze der Woche

KW 33

Calluna vulgaris – Besenheide

Eines der besten Gewächse für den Garten, das ich kenne! Dass das Image von Calluna vulgaris angestaubt und antiquiert scheint, liegt einzig und allein an der hoffnungslosen Unkreativität von Gärtnern, Gartenbesitzern und Planern. Richtig kombiniert ist Calluna vulgaris, die die einzige Art die monotypische Gattung Calluna bildet, ein Gartentraum! Welche andere Gartenpflanze erfüllt so viele Gestaltungs- und Verwendungskriterien? Calluna ist immergrün, schnittverträglich, hitze- und trockenheitstollerant, überflutungsresistent, Nahrungsquelle vieler Insekten, farbenfroh durch die unterschiedlichen Blüten- und Laubfarben der verschiedenen Sorten, heimisch und bedingungslos frosthart – mehr geht nicht. Auf saurem bis neutralen Gartenböden sind sie zudem noch erstaunlich langlebig. Nur die als Wegwerfware gezüchteten „Knospenblüher“-Sorten, die alljährlich zum Herbst die Gartencenter in absurder Hartnäckigkeit fluten müssten meiner Meinung nach verboten werden, da sie bei vielen der oben genannten Kriterien versagen.

Pflanze der Woche

KW 32

Erigeron karvinskianus – Spanisches Gänseblümchen

Dieser unbeschwerte kleine Dauerblüher avancierte in den letzten Jahren zum Gartenliebling – zurecht! An sonnig-warmen Gartenböden wächst und blüht Erigeron karvinskianus munter und erfreut zuverlässig mit einer schier nicht enden wollenden Blütenpracht. Das Spanische Gänseblümchen mag karge, durchlässige Böden in vollsonnigen Lagen und ist hervorragend für die Bepflanzung von Töpfen, Trögen und Mauerfugen geeignet. An zusagenden Stellen samt es sich wunderbar aus und überzeugt sogar noch auf Dachbegrünungssubstraten.

Pflanze der Woche

KW 31

Allium senescens ssp. montanum – Berglauch

Einer besten Zierlauche für den sonnig heißen Garten! Nomenklatorisch ist dieses unverwüstliche Blütenwunder zwar schwierig und sollte heute eher dem Europäischen Berglauch (Allium lusitanicum) zugeschrieben werden - im Garteneinsatz besticht er jedoch durch seine bedingungslose Unkompliziertheit und Schönheit. Der Berglauch vereint so viele positive Garteneigenschaften, dass man es kaum glauben möchte: Er überzeugt mit frischrünem, glänzenden Laub, welches nahezu die gesamte Gartensaison toll aussieht. Er wächst in vollsonnig-heißen Gartensituationen und muss niemals gedüngt oder gewässert werden. Er erträgt nicht nur extreme Hitze, sondern auch allertiefste Wintertemperaturen. Er versamt sich nicht und macht keine Ausläufer – die Horste werden lediglich von Jahr zu Jahr üppiger und bringen immer mehr Blüten hervor. Ich kombiniere den Berglauch im Beetvordergrund gerne mit flachen, Bodendeckern wie Polsterthymianen oder rotlaubigen Stachelnüsschen (Acaena inermis `Purpurea), er eignet sich aber auch bestens für eher niedrige Matrixpflanzungen zusammen mit Grasnelken (Armeria), winterharten Petunien (Ruellia), Fetthennen (Sedum), Bartiris und passenden kleinen Kiesgartengräsern.

Pflanze der Woche

KW 30

Lilium ‘Black Beauty’ – Orientalische Gartenlilie (Oriental Hybrid)

Zu den eindrucksvollsten und robustesten Gartenlilien zählt zweifellos Lilium ‘Black Beauty’. Ihre brillanten, tief himbeerroten, weiß gerandeten Blüten mit den elegant zurückgeschlagenen Blütenblättern schweben im Hochsommer über den Beeten, wenn viele andere Gartenstauden bereits ein wenig müde aussehen. Am schönsten entwickelt sie sich an einem sonnigen bis halbschattigen Standort in humosen, gut durchlässigen Böden. Mit ihrer aufrechten Wuchsform bringt sie Höhe und Struktur in die Pflanzung und lässt sich vielseitig mit Stauden kombinieren. Dabei ist sie sehr Konkurrenzstark – im HORTVS stehen die exquisiten Sommerblüher seit vielen Jahren in dichten Beständen des Straußfarns (Mattheuccia strutiopteris). Von Juli bis August erscheinen zahlreiche große Blüten an bis zu zwei Meter hohen Stängeln. Sie ziehen Bienen und Schmetterlinge an und eignen sich zudem hervorragend als langlebige Schnittblume. Mit den Jahren wird Lilium ‘Black Beauty’ immer eindrucksvoller. Gut eingewachsene Pflanzen bilden zunehmend mehr Blütenstiele und sorgen jeden Sommer für eine reiche Blüte. Sie gehört zu den langlebigen Lilien, die über viele Jahre am gleichen Standort gedeihen und dabei stetig an Präsenz gewinnen.

Pflanze der Woche

KW 29

Sempervivum – Hauswurz

Kaum eine Pflanze ist so unkompliziert wie die Hauswurz. Mit ihren dekorativen Rosetten in Grün-, Blau-, Rot- oder Purpurtönen setzt sie das ganze Jahr über schöne Akzente und fühlt sich dort wohl, wo viele andere Pflanzen längst aufgeben. Ob im Steingarten, auf Trockenmauern, im Kiesbeet oder im Topf – Sempervivum liebt sonnige Standorte und gut durchlässige, eher trockene Böden. Dank ihrer hohen Trockenheitsverträglichkeit ist sie die ideale Pflanze für pflegeleichte Gärten. Je nach Art erscheinen von Juni bis August rosafarbene, rote oder gelbliche Blüten auf hohen Stielen, die zahlreiche Bienen und andere Insekten anlocken. Nach der Blüte stirbt die einzelne Rosette zwar ab, wird aber bereits von vielen Tochterrosetten ersetzt. So entstehen mit der Zeit dichte, attraktive Polster, die viele Jahre Freude bereiten.

Pflanze der Woche

KW 27

Eryngium giganteum – Riesen-Mannstreu

In England wird diese elegante Edeldistel auch „Miss Willmot’s Ghost“ genannt, da die englische Ausnahmegärtnerin Helen Willmot der Legende nach kurz vor ihrem Tod in den wichtigsten Gärten der Britischen Inseln Saatgut dieser einmaligen Pflanze verstreut haben soll. Eryngium giganteum ist eine zweijährige Schönheit, die sich an trockenen, karg-warmen Gartenorten in voller Sonne wohlfühlt. Sie erhält sich im Garten zuverlässig durch Selbstaussaat, wobei die Sämlinge und Jungpflanzen mit ihrem saftig grünen, kaum bewehrten Laub nicht erahnen lassen, welch silbern schimmernden Blütenschmuck sie hervorbringen. Die irisierende Quecksilberfarbe fügt sich perfekt in jedes Garten-Farbschema ein und zieht unzählige Insekten an. Wir lassen den schönen Fruchtschmuck bis weit in den Winter in unseren Kiesgartenbeeten stehen und freuen uns über die Unkompliziertheit und die Ausdruckstärke dieses Distel-Meisterwerks.

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